Edelstoff #010 Ist Vertrauen möglich?

Die zehnte Episode des Podcasts “Edelstoff”.

rka/Andreas Baum und GA/Gerhard Anger sprechen über die Frage “Ist Vertrauen möglich?”

Heute geht es um Vertrauen. Wie ist das mit dem Vertrauen? Und wie ist das mit dem Vertrauen bei Piraten? Wie viel davon brauchen sie wirklich? Und was ist zu viel? Diese Fragen werden in dieser Folge diskutiert.

Gelobte Piraten:

Claudia Schmidt
Moni (twitter, Piratenwiki)
rka (twitter, Piratenwiki)
Landesvorstand Berlin (außer GA) (Piratenwiki)
Piraten Berlin (twitter, Berliner Blog)

 

6 comments

  1. 1

    Vertrauen wird durch Glaubwürdigkeit, Verlässlichkeit und Authentizität begründet. @tollwutbezirk Du sprichst vorrangig das Vertrauen an, das auf Verlässlichkeit beruht, während @RKA immer wieder auch auf weitere Dimensionen hinweist…;-)

    Glaubwürdigkeit und Authentizität wird z.B. beschädigt durch Methoden, die das Credo “Der Zweck heiligt die Mittel” tragen, zur Durchsetzung von Interessen und zur Bekämpfung anderer Meinungen. Personen, die vor Verleumdung, Hacking und Social Engineering, Mobbing, Bashing, Drohungen, Erpressung und Manipulation anderer Gruppenmitglieder usw. zu diesem Zweck nicht zurückschrecken, sind zu Recht nicht vertrauenswürdig – evtl. lediglich “verlässlich und einschätzbar im negativen Sinne”.

    @tollwutbezirk: Auch das Misstrauen in unserem LV begründet sich nicht vorrangig durch “irgendein diffuses Gefühl, dass da etwas nicht stimmt”, sondern die Ursachen dafür bilden meist ganz konkrete Vorfälle und Erfahrungen.

    hmm @tollwutbezirk: Wen meinst Du mit der Bezeichnung “Arschlöcher”?
    Findest Du Deine Statements im Kontext Deiner Arbeit als LaVo-Vorsitzender angemessen? : “Worauf ich auch vertraue ist, dass es immer Arschlöcher geben wird …” “…aber immer begleitet sein wird von … Arschlöchern …” Hälst Du dies für eine kompetente, professionelle und lösungsorientierte Vorgehensweise im Umgang mit Problemen im LV bzw. mit Problemen von Mitgliedern des LV oder waren das einfach nur unglückliche Formulierungen im Affekt? Dies überrascht mich.

    LG Anke

  2. 2

    Ergänzende Gedanken:
    Da es auch beim Vertrauen in Politiker und Parteien verstärkt auf Glaubwürdigkeit und Authetizität ankommt und deshalb reine Symbolpolitik, die auf leere PR-Versprechen im Wahlkampf setzt, verständlicherweise eher politikverdrossen macht, plädiere ich auch leidenschaftlich dafür, generell und insbesondere im Wahlkampf Inhalte zu betonen und zu kommunizieren, die wir selbst ernst nehmen – Inhalte, bei denen wir “glaubwürdig” und “authentisch” handeln! Denn es ist ja unser Anliegen, eben nicht nur auf “Stimmenfang” gehen.

  3. 3

    Ich werde nichts dazu sagen, wen ich gemeint haben könnte.

    Gerne jedoch gebe ich zu, daß ich gestern außerordentlich schlecht gelaunt war. Zur Frage, ob meine Ausdrucksweise angemessen war – wahrscheinlich nicht. Danke für den Hinweis. Ich bitte aber um Verständnis dafür, daß auch mir der Geduldsfaden mal reißen kann…

    • Danke @tollwutbezirk für die reflektive Antwort und klar hast Du mein Verständnis dafür, dass Dir auch der Geduldsfaden mal reißen kann, solange dies nicht zum Rezept für Problembewältigung im LV wird ;-)

  4. 4

    Hallo, damit die Botschaft dieses Podcasts wegen dem einen verwendeten Begriff nicht ganz verloren geht. Jeder geht unterschiedlich damit um, wem und wie weit er jemanden vertraut. Wir haben das Grundvertrauen. Ich habe z.B. das Grundvertrauen in die Menschheit, dass sie ihre Probleme selbst lösen können. Weiterhin habe ich Grundvertrauen in alle Piraten ob nun mit Parteibuch oder ohne, also in Leute, die ähnlich oder gleich wie ich ticken.

    Und doch ist es ein sehr großer Unterschied zwischen diesem Vertrauen, ich würde es eher Zutrauen nennen, dass ein anderem helfen oder eine Aufgabe bewältigen kann und dem Vertrauen, das man nur Freunden und damit meine ich wirklichen Freunden schenkt. Dadurch das wir so viel und oft miteinander kommunizieren sind die Grenzen zwischen dem persönlichen Vertrauen und dem Zutrauen oft verschwommen. Während der eine einem was zutraut, denkt man vielleicht selbst das einem persönlich vertraut wird und ist dann enttäuscht, wenn es nicht so ist.

    Ich habe meine Gründe für dieses offene naive Vertrauen in jede Person, die mir im Netz oder auch im realen Leben begegnet. Wenn es auch oft – und ganz sicher nicht nur von den Piraten – belächelt wird, es ist mir wichtig, vertrauen zu können. Das ist so eine wundervolle Eigenschaft, die fühlt sich gut an, selbst wenn ich regelmäßig enttäuscht werde, was ich als logischen Schluss für mein naives Vertrauen ansehe, es ist weitaus besser so auf andere zu zugehen, als ihnen zu misstrauen. Misstrauen frisst die Seele auf und wie viele andere meiner Generation habe ich das nur allzu deutlich gespürt.

    Was ich damit sagen will, wir dürfen dieses Grundvertrauen nicht verlieren, das Zutrauen in andere und einen selbst (auch immens wichtig) das man das schafft, was man sich vorgenommen hat. Ebenso sollten wir uns darüber klar werden, dass es verschiedene Arten von Vertrauen gibt, jemanden grenzenlos zu vertrauen, wird selten sein, jemanden etwas zuzutrauen sollte alltäglich sein und dazwischen liegen die unendliche vielen Abstufungen von Vertrauen.

    So ich hoffe ich habe nun alle verwirrt :) – ich vertraue da auf meine Schreibkünste *lach*

    Moni

    P.S. Danke für das Lob wegen Wahlprogramm, aber ich habe weder die Wahlprüfsteine noch das Wahlprogramm allein gemacht, es haben immer andere Piraten mitgewirkt, manchmal sichtbar, manchmal unsichtbar. Ich kann darauf vertrauen, dass wenn ich Hilfe und Mitarbeit suche, die auch finde und das ist ein sehr gutes Gefühl.

  5. 5
    RealDeuterium

    Ich bin der Meinung man darf ruhig Klartext reden auch als Vorstand oder whatever sonst. Finde ich wesentlich weniger schlimm als wenn strömungsgüntig gelogen und vertuscht wird oder noch besser wenn man sich gegenüber steht immer freundlich gelächelt wird und hinterm Rücken dann losgelegt wird.
    Achja an alle die auf den Mailinglisten und so dauerhaft rumflamen und spammen wieviel UU´s habt ihr denn so in den letzten Tagen gesammelt?
    Seht ihr es gibt durchaus sinnvollere Möglichkeiten seine Energien zu verwenden.
    Und auch sonst gibts im LV arbeit satt , somit habe ich auch kein Problem damit dem LV zu unterstellen das er mit Arschlöchern, Wixfröschen,Blockflötengesichtern, Pharisäern,Korinthenkackern und anderem schlechten Charaktären durchsetzt ist.

    Wer sich angesprochen fühlt kann sich alle Bezeichnungen die als beleidigend aufgefasst werden auch an seine Person gerichtet von mir persönlich ausgesagt betrachten.

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