Piratenpodcasts aus der Hauptstadt
 
  • 008 Verhindert der Nerz den Berliner Erfolg?

    von ga um 11h11 am May 19th, 2011

    Die achte Episode des Podcasts “Edelstoff”.

    rka/Andreas Baum und GA/Gerhard Anger sprechen über die Frage “Verhindert der Nerz den Berliner Erfolg?”

    Zu später Stunde, gegen halb Zwei Uhr nachts, versuchen sich Gerhard und Andreas an dieser provokanten These. Uhrzeitbedingt sicher nicht auf der Höhe ihrer geistigen Kräfte, tauschen sie Argumente und Sichtweisen aus.

    Gelobte Piraten:

    Korbinian Polk (twitterPiratenwiki)
    Gerwald Claus-Brunner (twitterPiratenwiki) #sehrgutermann

    Update
    *Disclaimer*
    Bei dieser Folge ist es wichtig, sie bis zum Ende anzuhören!

  • 8 Responses to “008 Verhindert der Nerz den Berliner Erfolg?”

    1. Anke Pohl says:

      Zur Kritik an Sebastian Nerz:
      @rka : “So schwarz auf weiss – so mit Druckerschwärze…” – hihi, das ist irgendwie doppelt gemoppelt – und dadurch wird die darauf folgende Aussage auch nicht wahrer ;-)

      Trotzdem ich bestimmte Positionierungen von Sebastian Nerz auch differenziert und teilweise auch kritisch betrachte (z.B. sein Statement zum Bedingungslosen Grundeinkommen), machen doch viele seiner Aussagen einen sehr authentischen und auch inhaltlich sympathischen Eindruck:

      “Als Partei müssen wir mehr Themen bearbeiten als nur die Netzpolitik. Wenn wir sagen, wir sind für Datenschutz, müssen wir auch eine Stellungnahme zur Gesundheitskarte abliefern. Wenn ich sage, ich möchte gesellschaftliche Teilhabe sichern, muss ich auch sagen, wie ich das tue.” (S. Nerz in ZEIT ONLINE http://www.zeit.de/politik/deutschland/2011-05/piratenpartei-nerz-2)

      Gerade die selbstkritische sachliche Hinterfragung von Sebastian, lässt Kompetenz vermuten und dies vermisse ich zum Teil bei einigen Protagonisten hier in Berlin sehr. Es reicht eben nicht, Forderungen aufzustellen und mit theatralischer Kampfrhetorik andere Meinungen zu bashen, ohne diese Forderungen inhaltlich auch selbst wirklich ernst zu nehmen und sich vor allem damit zu befassen, wie man diese umsetzen möchte. Dazu gehört dann u.A. auch ein angemessener Umgang mit Kritik und sachlichen Gegenargumenten. Wir wollen ja eben nicht nur “Symbolpolitik” machen, wie wir sie von etablierten Parteien gewohnt sind…

      Insofern gebe ich @tollwutbezirk Recht und empfinde diese Art von Kritik verfrüht, unangemessen und nicht berechtigt – auch gerade weil es nun auch für Diejenigen, die ihn kritisieren, zumindest erst mal abzuwarten gilt, wie Sebastian Nerz seine Position als neuer Bundesvorstandsvorsitzender ausfüllt.

      Ich bin da durchaus optimistisch – auch in Bezug auf den Berliner Wahlkampf, deshalb freue ich mich über Euer Resumee: “nicht vergraulen, sondern einladen” :-)

    2. SD says:

      Wie kommt ihr eigentlich drauf, dass was er gesagt hat nicht der Beschlusslage im Bund entspricht? In Berlin habt ihr weitergehende Beschlüsse, aber für den Bund hat Sebastian durchaus die Beschlusslage vertreten.

    3. Stephan Eisvogel says:

      Wenn man einen Sündenbock für die eigenen Fehlbarkeiten sucht, wird man ihn im neuen Vorsitzenden auch sicher finden. Das ist zwar vielleicht menschlich, aber nicht redlich.

      Dem Zuhörer muß klar sein, daß er es hier nicht mit einem unparteilichen Podcast zu tun hat, sondern mit einer von mehreren Berliner Sichten der Dinge.

      Ihr stellt dem Vorsitzenden in Abrede, denjenigen, die gesellschaftliche Teilhabe mental bereits auf ein Grundeinkommen ausgedehnt haben, die Finanzierungsfrage entgegen halten zu dürfen. Daß solche Ausdehnungen bestensfalls nur /eine/ Strömung politischer Meinungen in unserer schönen monothematischen Kleinstpartei sind, wird unter den Tisch gekehrt.

      Wer zweitens keine inhaltliche Kritik des Vorsitzenden an Liquid Feedback zulassen will, muß erklären, was sonst, ausser einer gehörigen Portion Betriebsblindheit die Ignoranz wichtiger Unzulänglichkeiten in der Thematik entschuldigt. Der neuliche Bug, bei dem sämtliche Accounts übernommen werden konnten und damit Abstimmungen samt und sonders fälschbar waren, zeigt, dass noch erheblich mehr Zeit ins Land gehen muss, bis breiteres Vertrauen entgegengebracht werden oder gar eine Verankerung in der Satzung erfolgen sollte. Denn warum hat sich die Erfindung des Automobils durchgesetzt? Weil die Erfindung von Anfang an auf eigenen Meriten stand und nicht, weil Herr Benz über die Jahrzehnte mit einer Heerschaar Evangelisten in Lobpreisungen verfallen ist. Wer diese Frage für Liquid Feedback nicht beantworten oder überhaupt stellen will, sitzt geistig in einer verrosteten Ente, aber macht selber Brumm-Brumm Geräusche, die auf einen (nicht vorhandenen) 500-PS Boliden schliessen lassen.

      Verhindert der Nerz den Berliner Erfolg? Ja, wenn Piraten im Land Berlin es nicht schaffen, andere Nouncen in der Sozialpolitik mit dem eigenen Weltbild unter einen Hut zu bringen, verklärend, daß andere und mindestens genau so wichtige Standpunkte zu Transparenz oder beispielsweise Netzpolitik großteils unbestrittenst sind.

      Ich erwarte nicht, daß skeptische Berliner sich jetzt einer Liberalitas Bavariae verschreiben (so schön das wäre!) und sich so weit von starren Fixpunkten emanzipieren, daß beispielsweise die Diskussion mit der Spackeria wie mit den Aluhüten gleichermaßen als positive Bereicherung unserer Partei empfunden wird.

      Ich erwarte aber, daß Sebastian eine Chance erhält, sich als positive Kraft im Wahlkampf zu erweisen. Weil das kann er.

      In Berlin.

    4. Hm :/ says:

      Man muss ehrlicherweise sagen, dass der Berliner Landesverband sich im letzten halben Jahr alle Mühe gegeben hat, sich selbst zu zerlegen, lahmzulegen, die eigenen Leute zu vergraulen und jedenfalls mit aller Kraft dafür zu sorgen, keine 5% zu kriegen. Jetzt schon mal anzufangen, Sebastian Nerz die Schuld dafür zu geben, wenn wir keine 5% kriegen, scheint mir eine super Option, die eigene Verantwortung abzuschieben. Also, worauf warten wir noch? Ach ne, wir sind ja schon dabei. Weiter geht´s!

      :/

      Das heißt nicht, dass ich es nicht schöner fände, wenn er dem BGE (noch) positiver gegenüberstünde. Aber fragt mal im Sommer vor den Wahllokalen, wer die Berliner Piratenpartei nicht gewählt hat, weil in der Woche nach dem BPT der Bundesvorsitzende ein Interview gegeben hat, in dem er dieses nicht bejubelt hat. Ich tippe auf weniger als drei Personen.

      Außerdem kriegen wir doch eh 5%, hat Christopher doch versprochen. SCNR.

      • ga says:

        Dazu verweise ich auf einen der früheren Podcasts mit dem Titel “Sind immer die anderen schuld?”, in dem wir das Schuld-Thema ausgiebig besprechen.

        Ansonsten gebe ich Dir insofern recht, als daß wir es selbst in der Hand haben, ob wir ein gescheites Ergebnis erzielen. Ich denke aber, daß Sebastian uns dabei gerne behilflich sein wird. :-)

    5. Lama says:

      LoL.

      Sebastian hat in dem kritisierten (und zugegebenermaßen wirklich miesen) Interview nirgends der Parteimeinung widersprochen.
      BGE – haben wir _nicht_ beschlossen. Ihr in Berlin, ja. Wir im Bund, nein.
      Der tolle Beschluss 050 hat eben gerade _kein_ explizites BGE festgeschrieben, was ja auch die Anwesenden in Chemnitz auch so bekräftigt haben.
      In Berlin habt ihr da weitergehende Beschlüsse, das ist ja auch recht und gut, aber die Piratenpartei Deutschland ist eben nicht _für_ ein BGE, sondern sieht dies nur als eine von mehreren Optionen.
      LQFB ist derzeit auf Bundesebene einfach nicht funktionsfähig und definitiv keine Universallösung, sondern eben ein schönes Tool unter vielen.
      In Berlin sieht das wieder anders aus, ja. Bei euch wird LQFB aber auch ganz anders genutzt und auch eure Möglichkeiten es einzusetzen sind anders als im Bund. Ist ja auch toll, ich finde Liquid Democracy ist eine tolle Idee, auch wenn mir die Umsetzung im Moment noch nicht gefällt.

      Ihr packt den Wahlkampf schon und wenn nicht dann liegts nicht am BuVor. Aber hey: Christopher hat doch versprochen die 5% zu holen :)

      Gruß

      Lama

    6. Moni says:

      Ich frage mich, ob wirklich alle den Podcast bis zum Ende gehört haben, die hier kommentiert haben. Ich hab mich schon gewundert, das @rka solche eine radikale Meinung vertritt. ;)

      Im Endeffekt ist mir egal, wer “unter” uns Bundesvorstand ist, wir sind für den Wahlerfolg in Berlin verantwortlich als Berliner, wer uns helfen will, ist willkommen, ob nun BuVo oder ganz normaler Pirat ;). Ebenso wird jeder sich die Berliner Meinung anhören müssen, der den Berlinern gegen den Strich geht. So sind wir halt, sehr direkt :).

      Moni

    7. Cipher says:

      Die sind high, oder? ^^

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